Kein Abstellgleis, sondern Sprungbrett
 
Die Mindestsicherung ersetzt ab September 2010 die Sozialhilfe, deren Höhe bisher von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich war. Sie kann auch beim AMS beantragt werden, zusätzlich zu den Stellen, die bisher für die Sozialhilfe zuständig waren. Die Höhe der Mindestpension beträgt 744 Euro monatlich, für Paare 1.116 Euro. Im gleichen Haushalt lebende Kinder erhalten mindest 134 Euro. Integriert ist ein 25-prozentiger Wohnkosten-Anteil. Dieser entspricht bei Alleinstehenden 186 Euro, Paare 279 Euro, der wegfällt, wenn die Bezieher über eine eigene Wohnung verfügen bzw. etwa bei Verwandten kostenlos leben. Die Leistung gebührt 12-mal pro Jahr. 
 

Es ist nicht leicht schwer arbeitenden Menschen, die vielleicht auch noch schlecht bezahlt sind, am sogenannten Wirtshaustisch zu erklären, dass andere nun auch für`s „Nichtstun Geld bekommen“ sollen.
 
Kein Missbrauch
Die Mindestsicherung macht das Sozialsicherung missbrauchsfester. Die Arbeitswilligkeit und – Fähig­keit wird überprüft, ebenso ob noch Vermögen vorhanden ist. Die Mindestsicherung ist kein Grundeinkommen.
 
Kein Wahlrecht
Niemand kann sich aussuchen, ob er lieber kassiert oder wer nicht arbeitsbereit ist, dem wird die Mindestpension gekürzt oder ganz gestrichen
 
Kein Abstellgleis
Der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt wird gefördert, weil die Mindestsicherung mit gezielten Beschäf­tigungs- und Weiterbildungsinitiativen gekoppelt wird. Für die große Mehrheit ist die Sozialhilfe eine kurzfristige Überbrückungshilfe. Die durchschnittliche Bezugdauer beträgt rund sieben Monate.
 
Kein Sozialhilfe-Tourismus
Anspruch auf Mindestsicherung hat nur, wer zum dauernden Aufenthalt in Österreich ist. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil beziehen nur sehr wenige Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft Sozialhilfe
 
Wir werden sehen wie sich die Mindestsicherung in der Praxis bewährt. Eine politische Aussage von einer VP Politikerin in Wien erregte zum Beispiel  Aufsehen, weil sie Arbeitslose für gemeinnützige  Arbeiten vorschlug.
Wie viele geringfügige Beschäftigte in Österreich gibt es? Könnte man nicht Arbeitslose  hier  heranziehen?