zum Nachdenken
Für österreichische Arbeitssuchende, insbesondere
für Junge, die sich derzeit schwer tun, einen Job
zu finden, wären beispielweise Arbeitsplätze in
Tourismus, Umweltschutz, Sozialarbeit usw. eine
Chance auf Beschäftigung. Mindestsicherung und
erhöhte Mobilität gehören heute im Zeitalter der
Flexibilität von Beruf und „Familie" zusammen. Es
muss erste Priorität sein den Menschen Arbeit zu
vermitteln.

 
W
enn man als Gast schon über so viele Ausländer etwa im
Gastgewerbe und Tourismus klagt, muss man doch fragen, könnte
nicht ein Österreicher/in die Arbeit auch verrichten? So wären straffere Zumutbarkeitsbestimmungen bei der Arbeitslosenversicherung anzuwenden. Die Mindestsicherung, geplant im Herbst 2010, sollte wirklich ein Sicherheitsnetz und keine soziale Hängematte sein!

 
M
indestsicherung JA für jene, die geistig oder körperlich schwer eine Arbeit ausführen können. Zumindest soll getrachtet werden, dass alle Betroffenen, Arbeitswilligen für etwa 6 Stunden täglich eine Arbeit anstreben. Die Sozialpartner sind hier gefragt entsprechende Lösungen am Arbeitsmarkt herbeizuführen. Ein guter Ansatz scheint in Sicht, dass man Post- und Telekom-Beamte nun in den Polizeiinnendienst überstellt! Die angebliche Wirtschaftskrise
ist auch eine Chance für sie, das Humankapital menschlicher Arbeitskräfte gerechter zu verteilen, um so das Sozialbudget unserer Republik wieder zu erhöhen. Die Flexibilisierung
der Arbeit sollte mehr auf soziale Aspekte abzielen und nicht immer nur gewinnorientiert sein. Ein
Recht auf Mindestsicherung soll jeder haben, aber mit Pflicht zur Arbeit gegenüber der Solidargemeinschaft.
 
W
ie viele unserer Väter und Großväter haben nach den Kriegen jede Arbeit annehmen müssen, um eine Familie zu ernähren? Auch damals war eine Wirtschaftskrise von Armut gekennzeichnet und heute eine Wirtschaftskrise des Wohlstandes.
Mit Stolz wird auf dieWiederaufbaugeneration speziell in Parteimedien hingewiesen, die zu unserem Wohlstand beigetragen hat. Einzelmaßnahmen etwa nur in der Sozialpolitik bringen nicht viel. Es verlangt Veränderungen in der Bildungspolitik oder im Gesundheitssystem.
 
D
er ÖGB Slogan Stark Sozial Gerecht verlangt ethisches
Handeln nicht alleine von den Reichen. Die ganze Gesellschaft
müsste sich verändern. Armut spielt in alle Politikbereiche hinein,
aber die, die von Armut oder Arbeitsplatzverlust betroffenen sind,
sind kaum in die Entscheidungsfindung mit eingebunden. Nützlicher
als Untersuchungsausschüsse im Parlament wäre, wenn die
ohnedies, sehr gut bezahlten und zu vielen AbgeordnetInnen den
jährlichen Reichtumsbericht und Armutsbericht studieren!

 
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