„Pädagogik-Paket 2018“ soll in „Paket 2018“ umgetauft werden! Parteifreie Gewerkschafter_innen Österreichs - PFG gibt kritische Bewertung zum vorliegenden Gesetzesentwurf ab.

 

„Falls das „Paket“ in der vorliegenden Form bereits 2018/19 eingeführt wird, ist zu befürchten, dass wiederum eine Neuerung im Schulsystem ohne ausreichende Vorbereitung und Information umgesetzt werden soll“, stellt Sigi Gierzinger, stv. Bundesobmann der parteifreien Gewerkschafter_innen Österreich (PFG), fest und fordert zumindest eine Verschiebung der Einführung um 2 Jahre. Bedauerlicher Weise handelt es sich –wie ja Minister Faßmann selbst feststellt- um eine politische Entscheidung und weniger um eine pädagogische Entscheidung, kritisiert Gierzinger. Ein tatsächliches „Pädagogik-Paket“, das die tatsächlichen Probleme an den Schulen behebt, hätte eine Anhebung der Ressourcen bedeuten müssen und ist vermutlich deswegen gescheitert. Wünschenswert wäre unter anderem eine Stärkung der Schulpartnerschaft gewesen, die etwa in der Volksschule an Stelle der Ziffernnoten alternative Beurteilungsformen bis zumindest zum Ende der 3. Schulstufe beschließen könnte. Kritisch gesehen wird auch eine „isolierte 5. Schulstufe“ an der NMS, in der ab der 6. Schulstufe zwei Leistungsniveaus eingeführt werden. Bei verbesserten Rahmenbedingungen (etwa kleinere Gruppengrößen und verbesserte räumliche Bedingungen) hätte man wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen und eine „Einteilung“ der Schüler erst später treffen können. „Ohne zusätzliche Ressourcen wird es nicht gelingen, ein „Paket“ zu schnüren, das den Namen „Pädagogik-Paket“ verdient hat“, ist der parteifreie Gewerkschafter überzeugt und fordert zum wiederholten Male den Rückzug der Parteipolitik aus dem Bildungsbereich.