Richtlinien der Parteifreien Gewerkschafter Österreichs

  • Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs bekennen sich zum gemeinsamen überparteilichen Österreichischen Gewerkschaftsbund. Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs bilden innerhalb des ÖGB und dessen Organisationen selbstständige Fraktionen.
     
  • Die Tätigkeit der Parteifreien Gewerkschafter Österreichs ist nur auf die Bereiche der Interessensvertretungen der Arbeitnehmer ausgerichtet. Parteibildende Zielsetzungen werden nicht angestrebt. Ihre Tätigkeit beschränkt sich daher auf die sozialpolitische Ebene. Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs treten für die Gleichberechtigung aller Gewerkschaftsmitglieder ein. Es wird abgelehnt, daß nur Angehörige der Parteifraktionen in die verschiedenen Gewerkschaftsorgane berufen werden. Gewerkschaftsmitglieder, die sich zu den Parteifreien Gewerkschafter Österreichs bekennen, müssen entsprechend ihrer Stärke bei der Bestellung der Organe Berücksichtigung finden.
     
  • Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs treten dafür ein, dass die in den Statuten des ÖGB und dessen Organisationen festgelegte Urwahlen durchgeführt werden. Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs nehmen zu allen sozialpolitischen Fragen Stellung. Sie machen eigene Vorschläge und treten für deren Realisierung entsprechend ein.
     
  • Hauptgrund für die Tätigkeit der Parteifreien Gewerkschafter ist:
    Ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit, verbunden mit einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit
     
  • Die Parteifreien Gewerkschafter Österreichs sind sich der Notwendigkeit der politischen Parteien bewußt; sie lehnen es jedoch ab, dass Interessensvertretungen wie Gewerkschaften, Arbeiterkammern, Sozialversicherungsinstitute weiterhin Domäne der politischen Parteien bleiben. Leitende bzw. führende Parteifunktionäre sollen in den Interessensvertretungen keine leitenden bzw. führenden Funktionen ausüben.
     
  • Gewerkschaftsfunktionäre, die als Abgeordnete im Nationalrat tätig sind, sollen bei Abstimmungen, die sie in Gewissenskonflikten mit vorher gefaßten Gewerkschaftsbeschlüssen bringen, vom Klubzwang befreit werden.