PFG fordert umgehende Verbesserung der pädagogischen Bedingungen an den Schulen.


Nach der jüngsten Studie der Arbeiterkammer wird für private Nachhilfe bis zu 97 Millionen Euro ausgegeben, 17 Prozent mehr Kinder als im Vorjahr nehmen diese Nachhilfe in Anspruch. Allein in der Volksschule hat sich der Anteil der Kinder, die Nachhilfe bekommen, mehr als verdoppelt. „Das kann so nicht weiter gehen! Die pädagogischen Bedingungen an den Schulen müssen dringend verbessert werden“, meint der stv. Bundesobmann der parteifreien Gewerkschafter_innen, Sigi Gierzinger. „In welchem professionellen Fortbildungsinstitut werden etwa in kommunikativen Bereichen 25 und mehr Kunden in einen Kurs aufgenommen?“, fragt sich Gierzinger. „Firmen wären ja blöd, einen Kurs nicht randvoll mit Leuten vollzustopfen, weil sie ja dadurch viel mehr Geld verdienen könnten. Seriöse Firmen tun dies dennoch nicht, weil massive pädagogische Argumente dagegen sprechen und der Erfolg gefährdet ist. In der Schule scheint das alles kein Problem zu sein“, ärgert sich der parteifreie Gewerkschafter. „Ich fordere eine umgehende Verbesserung der pädagogischen Bedingungen: Statt dem Wegfall der Klassenschülerhöchstzahlen gehören niedrigere Klassen- und Gruppenzahlen her! Lehrerinnen und Lehrer brauchen genug Zeit, sich um jeden und jede Einzelne/n entsprechend den Bedürfnissen kümmern zu können. Darüber hinaus benötigen die Schulen zusätzliches Unterstützungspersonal- zumindest auf OECD-Niveau-, damit sich die Lehrerinnen und Lehrer wieder auf das Wesentliche in der Schule konzentrieren können“, verlangt Gierzinger. „Solange das Image des Handwerksberufe in der Gesellschaft nur dann hoch ist, wenn man selber gerade einen Handwerker braucht, werden immer mehr „zwanghaft“ in ein Studium gedrängt, die vielleicht wo anders besser aufgehoben sind“, ist sich Gierzinger sicher. „Das öffentliche System sukzessive zurückzufahren, und dann die Kosten den Erziehungsberechtigten für Nachhilfe hinaufzudrücken, ist nicht Aufgabe des Staates“, gibt sich der parteifreie Gewerkschafter überzeugt. „Man muss endlich davon wegkommen, Bildung als belastenden Kostenfaktor im Budget zu sehen und endlich dazu übergehen, Ausgaben für Bildung als Investition für die Zukunft des Landes uns seiner Menschen zu sehen“, schließt der stv Bundesobmann der parteifreien Gewerkschafter_innen Österreichs. 15.Juni 2018

Vom 12. -14. Juni 2018 fand im Vienna International Center der 19. Bundeskongress des ÖGB statt, an dem auch eine Abordnung der parteifreien Gewerkschafter_innen teilgenommen hat. Der erste Tag diente den Beratungen der 6 Gewerkschaftsfraktionen sowie der Öffnung des Kongresses. Präsident Erich Foglar und seine Vizepräsidenten Korinna Schumann und Norbert Schnedl gaben bei der Eröffnung gewerkschaftspolitische Statements ab. Höhepunkt war die Rede von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen, der durch seine Anwesenheit seine Solidarität mit der Gewerkschaftsbewegung ausdrückte. Spannung kam gleich zu Beginn des zweiten Tages auf, als Bundesministerin Beate Hartinger-Klein zu aktuellen „heißen“ Themen Stellung nahm, die anwesenden Gewerkschafter_innen jedoch nicht überzeugen konnte. Ganz besonders die Demontage des Jugendvertretungsrates (JVR) sorgte für berechtigten Unmut der Standesvertreter_innen, und auch beim 12-Stunden-Tag war man höchst unterschiedlicher Meinung. Nach den formalen Angelegenheiten, die bei so einem Kongress zu beschließen sind, widmete man sich am zweiten und dritten Tag des Kongresses den verschiedenen Kapiteln des umfassenden Leitantrags. Folgende Themenbereiche wurden intensiv diskutiert und bearbeitet:
• Was ArbeitnehmerInnen brauchen – gute Arbeit – gutes Einkommen – Demokratie und Mitbestimmung
• Arbeit schaffen und verteilen
• Wirtschaft ankurbeln
• Bildung als Schlüssel für die Zukunft
• Soziale Absicherung – Wohlfahrtsstaat sichern
Präsident Erich Foglar, der nicht mehr für eine Wiederwahl kandidierte, berichtete über die vergangene Funktionsperiode, in der wohl die erreichte Lohnsteuersenkung als die größter Erfolg hervorgehoben werden kann. Der gesamte Bundeskongress dankte dem scheidenden Präsidenten über alle Fraktionsgrenzen hinweg mit stehenden Ovationen. Nach Diskussion und Abstimmung hatten die Delegierten des Bundeskongresses den ÖGB-Vorstand und das ÖGB-Präsidium zu wählen. Zum neuen Präsidenten des ÖGB wurde Wolfgang Kazian gewählt, an seiner Seite stehen Korinna Schumann als Vizepräsidentin und Norbert Schnedl als Vizepräsident. Aus Sicht der parteifreien Gewerkschafter_innen haben wir den Bundeskongress als äußerst konstruktiv erlebt. Bei allen unterschiedlichen Weltanschauungen der verschiedenen Fraktionen wurde das Gemeinsame über das Trennende gestellt. Neben dem guten, wertschätzenden Klima war es aber auch ein sehr inhaltsintensiver Kongress, der die Stärke und die Notwendigkeit der Gewerkschaft und des ÖGB deutlich unter Beweis gestellt hat.

Bleibt die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt AUVA doch erhalten? ÖVP-Landespolitiker und -Nationalratsabgeordnete scheinen sich überraschend darauf geeinigt zu haben. Weiters sollen die Landesstellen einer allfälligen neuen „Bundesgesundheitskasse“ autonom bleiben, hieß es in einem Medienbericht. Zumindest bezüglich der AUVA gab es am Dienstagabend eine Wortmeldung von Klubobmann August Wöginger, dass die kurz zuvor verkündete Einigung wohl doch nicht so fix ist: „Die Vereinbarung aus dem Regierungsprogramm zählt“, teilte er mit - und dort wird mit der Auflösung der AUVA gedroht..

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Vom Freitag 04. Mai 2018 bis Sonntag, 06. Mai 2018 fand in Millstatt der 25. Ordentliche Alexanderhof in MillstattBundeskongress der Parteifreien Gewerkschafter Österreichs statt.

Dieser wurde um 14:30 im Hotel Alexanderhof durch einen Vortrag über Steuerrecht und Arbeiternehmerveranlagung von Mag. Johann Astei eröffnet. Nach einem gemeinsamen Abendessen referierte Mag. Franz Röhrenbacher über das "Vorhaben der neuen Bundesregierung".

Am Samstag vormittags wurde die Neuaufstellung des Bundesvorstandes, der Bundesleitung, der Rechnungsaufsicht sowie des Schiedsgerichtes gewählt, sowie allgemeine Beschlüsse gefaßt. Nach dem allgemeinen Teil wurde von Kollegen Sigi Gierzinger eine Präsentation über "Aktuelles aus dem Volksschulwesen" gehalten.

Um 14:30 zeigte uns Kollege Gerhard Kogler bei einer sehr kurzweiligen und interessanten Besichtigung Millstatt.

Danach ging es mit dem Autobus auf die Lammerstorferalm zu einem gemütlichen Ausklang des Abends bei einer typischen  Kärntner Almjause.

Am Sonntag wurde nach dem Referat "Relevantes für einen Pensionsanspruch" von Dir. Siefried Rainer der Bundeskongress abgeschlossen.